Homo Sapiens Tripedis
Anatomische und physiologische Merkmale
Die Homo Sapiens Tripedis haben eine verlängerte Wirbelsäule, die bis zum Boden reicht. Sie scheinen zuweilen darauf zu sitzen wie auf einem dritten Bein, daher auch ihr Name.
Allerdings ist diese Columna Vertebralis sehr leicht und zartgegliedert, mehr eine Idee und zum Sitzen wohl nicht wirklich geeignet. Die Tripedis können sich diese dynamischen Glieder auch um die Taille wickeln, oder mit der Spitze dieses Schwanzes ihren Kopf berühren. Ihr Gleichgewicht scheint durch die Länge dieser weiteren Extremität nicht beeinträchtigt zu werden, obwohl das zu vermuten wäre.
Diese enorme Columna Vertebralis bringt den Homo Sapiens Tripedis einen anderen (auch inneren) Stand und dadurch mehr Resilienz und stärkere Nerven als es die gewöhnlichen Homo Sapiens haben. Es ist anzunehmen, dass der höhere Anteil an Rückenmark zur Kräftigung des gesamten Nervensystems beiträgt.[1]
Beim Homo Sapiens Sapiens sitzt das Steissbein als letztes Glied der Wirbelsäule im Gesäss und ist deshalb so ausserordentlich empfindlich bei Stössen. Das stumpfe Wirbelende wirkt amputiert und führt bei dieser Art oft zu Verspannungen und schlechter Laune.
Bei den Homo Sapiens Tripedis hingegen ist das Wirbelende ein federartig elastisches, spitz zulaufendes Glied.
Die Nervenstränge am oberen Ende der Wirbelsäule scheinen sich reziprok zur tänzerisch wirkenden Verlängerung an ihrem unteren Ende ausgebildet zu haben: Die Seh-Nerven und der visuelle Cortex im Gehirn sind ungewöhnlich ausgeprägt. Deshalb sind wohl auch die Spiegel-Neuronen dieser menschlichen Art besonders weit entwickelt.
Sie können das, was sie fühlen (in den Anderen) in bewusstes Wissen und in Sprache übersetzen. Vielleicht haben sie telepathische Fähigkeiten. Zumindest liesse sich sagen, wenn sie auf ihrem Schwanz sitzend die Ruhe haben, zu schauen, sie Dinge wissen, die sie eigentlich nicht wissen können.[2]
Die Homo Sapiens Tripedis haben sehr helle, aber runde, warme Stimmen.
Einzelnachweise
- ↑ Die Tripedis wurden in früheren Studien als eigene menschliche Art registriert und in gemässigten Steppengebieten verortet, allerdings ohne genaue Datierung. Sie galten deshalb als ausgestorben. In diesen Studien tauchen sie auch unter dem Namen Homo Suricata auf.
Siehe dazu: Savannen Hypothese, grazile Allesfresser-Arten, sowie Theorie der Transmutation bei Jean-Baptiste de Lamarck.Diese Auffassungen bleiben jedoch unbefriedigend. Die besondere Ausprägung des visuellen Cortex als Konsequenz der Tripedis, und die daraus resultierenden komplexen, mentalen Entwicklungen deuten auf ausgeprägt kooperative Denkformen hin und damit auf ein weit späteres Auftauchen dieser Art oder auf eine Weiterentwicklung der Homo Suricata.
Neuere Forschungsrichtungen stellen deshalb die besondere innere Haltung der Tripedis-Menschen in den Vordergrund und suchen nach Anteilen davon in den heutigen Menschen.
Siehe auch: „Evolution des Denkens“ und da speziell: Intentionalität 5. und 6. Ordnung beim Homo Sapiens. - ↑ Wir wissen bis dato nicht welcher Art die (so genannten) telepathischen Fähigkeiten der Tripedis-Menschen sind. Wir vermuten, dass sie Gedanken wie weit verzweigte Ströme hören können. Aus unserer Perspektive stellt sich hier die Frage, ob und wenn ja wie sie eine solche Vielfalt von Gedankenspuren verarbeiten und Schlüsse daraus ziehen (also auch bewerten!). Oder ob sie diese einfach als einen, sich ständig wandelnden Fluss registrieren.
Siehe auch: Michael Tomasello, „Why We Cooperate“, MIT Press Cambridge MA, 2009 und Suhrkamp Verlag Berlin, 2010; S. 63:„Mind-Reading“ stellt (bei Kindern) die Grundlage für alle Formen eines gemeinsamen konzeptionellen Hintergrunds dar. (…) Es ist der erste Schritt auf dem Weg zu gemeinsamem Wissen, gemeinsamer Aufmerksamkeit, zu einem gemeinsamen kognitiven Kontext und zur Intersubjektivität durch kollektive Handlungen mit einem gemeinsam Ziel.Deshalb sollten wir uns fragen: Wo liegt der evolutionsbiologische Vorteil dieser spezifischen Formen von „Mind-Reading“ für die Tripedis Menschen?
Weblinks
Anatomorphosen, Prozesse des Anders-Werdens, DOCK 11 Eden*****, Berlin, 2024 Auf der Suche nach den Homo Sapiens Tripedis