“Diese Erfahrung geschärfter und verblüffter Wahrnehmung macht den Abend so einzigartig. Klang- und Lichtstimmungen treffen die mysteriösen Zustände, die Poe beschreibt unmittelbar und beeindruckend. Sie machen etwas von der Kälte und Zerbrechlichkeit, den Ahnungen und Sehnsüchten seiner unheimlichen inneren Welten erlebbar. In ihnen kreisen die Elfen, sinken die Schatten, treiben die Geisterschiffe auf dem ebenholzdunklen Wasser – der zähen schwarzen Flüssigkeit, die Wehrli im Verlauf des Abends sichtbar und doch fast unmerklich einfließen lässt, bis sie den ganzen Boden bedeckt und alles wie ein dunkler Spiegel zurückwirft.” (Simone von Büren, Theater der Zeit, 2 / 2011)
„Und unmerklich breitet sich, während Hunger-Bühler redet, unter ihm auf der Bühnenfläche eine ölige Flüssigkeit aus, bis aus dem Tisch ein Schiff in ewiger Seenot geworden ist. Der schwarze Spiegel, undurchsichtig, verdoppelt Raum, Gegenstände, Figuren dieses Kunst-Stücks, das sich uns freilich – ganz ohne irgendetwas zu erklären – dargeboten hat in einer hellhörigen und hellseherischen Transparenz.“ (Barbara Villiger Heilig, Neue Zürcher Zeitung, 20. 12. 2010)