aether1.org       Penelope Wehrli

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aether1.org Penelope Wehrli Ein fast leerer stumpfgrauer und schattenloser Raum. Mittig ein Tisch übervoll mit kleinen Instrumenten, zwei Stühle, eine grosse Trommel.
Zwei Spieler treten ein. Dunkel. Ein kurzer gleissender Blitz – eine Momentaufnahme, eingefrohren. Stille. Dunkel. Ein Hauch von Klängen. Nur unmerklich und sehr langsam wird es heller. Schemen.
Die beiden Männer sitzen am Tisch. Der eine spricht, der andere spielt die Instrumente. Irgendwann drückt sich aus der Bodenkante hinten rechts eine zähfliessende schwarze Flüssigkeit. Sehr langsam und völlig geräuschlos schiebt sich die Masse voran. Dann presst sie sich auch aus der linken Raumkante. Das Licht ist überscharf und dicht. Manchmal zittert es.
Nach 70 Minuten ist der Boden eine schwarze spiegelnde Fläche, die beiden Männer mitten im Abgrund.

Text: Edgar Allan Poe, Bearbeitung: Barbara Frey/ Lukas Bärfuss, Regie: Barbara Frey, Musik: Fritz Hauser (Uraufführung)