Für diese Einzelausstellung im Kunstverein Tiergarten erschafft die Szenographin und Medienkünstlerin Penelope Wehrli über alle Räume und Fensterfronten der Galerie einen Bogen raumbildnerischer Arbeiten, die poetische Forschung mit sprachlichen, visuellen, physischen und klanglichen Bewegungen zusammenbringen. Präzise tariert Wehrli dabei räumliche Wahrnehmung als ästhetische Erfahrung aus und entwirft mittels Überlagerungen der verschiedenen Ebenen kunstformenübergreifende Vorstellungsräume, die irritierend die eigenen Wahrnehmungsmuster befragen und damit zu einer Erforschung des Sehens, Lesens, und Hörens werden - die Grundlage von Kommunikation, Verständigung und Imagination. (Veronika Witte, Kuratorin) Wehrli führt die titelgebende Installation mit früheren Arbeiten zusammen, die sie für die Galerie Nord adaptiert und weiterentwickelt hat. Die Arbeiten überlagern und verbinden sich räumlich, akustisch und inhaltlich und lassen sich lesen wie eine Partitur über die Fragen: Wieviel imaginierte, geträumte Wirklichkeit braucht es, um gesellschaftliche Widerstände und persönliche Abgründe zu über-springen? Wieviel Fiktion steckt in jedem Aufbruch, um eine Andere, oder Weitere zu werden?