aether1.org       Penelope Wehrli

start slideshow

aether1.org Penelope Wehrli Im Foyer des Theaters sitzen die Zuschauer im Zentrum von zwei architektonischen Achsen, zwischen dem Eingang und dem eigentlichen Zuschauerraum und direkt vor einer grossen Treppe, wie vor einer Wand.
Schauspieler, Musiker und Chor sitzen oder bewegen sich auf unterschiedlichen Etagen um die Zuschauer herum. Die Drehtür nach draussen, der Platz vor dem Theater, die Garderoben und die Türen zum Zuschauerraum werden als Spielorte genutzt.
Durch sieben sehr helle Tageslichtscheinwerfer, meist in Bewegung und an die Decke gerichtet, entstehen wandernde Lichträume und filmische Sequenzen. Immer anders, je nach Konstellation in der sie eingesetzt werden. Das Licht ist sehr hell und wirft harte klare Schatten. Oft stehen die Spieler im Dunkeln oder in extremem Gegenlicht. Die Statisten, die die Lampen bewegen, sind sichtbar. Einer der Scheinwerfer ist auf einen Gabelstapler montiert und wird von einem Schauspieler draussen auf dem Vorplatz des Theaters zur gläsernen Eingangstür gefahren, direkt auf die Zuschauer zu und wieder weg.
Projektionsflächen sind die zeltartige Betondecke über den Zuschauern, die dunkle Treppe und die Rückwand der zweiten Etage. Wir sehen aus einem unruhig fahrenden Auto zwischen den Scheibenwischern in den Regen; wir sehen jemanden in einem Labor schlafen, Heuschrecken versuchen an einer Glaswand hochzukriechen und sich gegenseitig herunterziehen und wir sehen den Platz vor dem Theater nachts und es schneit.

Libretto: Albert Ostermeier, Musik: Wolfgang Mitterer,
Regie: Robert Schuster, Kostüme: Ellen Hofmann