aether1.org       Penelope Wehrli

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aether1.org Penelope Wehrli Ein runder roter Platz umgeben von hellen Sprelacartwänden mit zwölf schmalen Türen. Darüber ein motorisierter Schwenkarm, der sich kontinuierlich dreht. An seinem langen Ende ist eine Kamera befestigt. Sie filmt Szenen, die für die Zuschauer nicht einsehbar, hinter den Wänden spielen. Diese bedrohliche Bewegung, das Herannahen des Kameraauges, kann zwar von den Tänzern antizipiert werden und die gespielten Szenen sind auch inszeniert, aber die mechanisierte Bewegung erzeugt eine Sehweise, die den Zuschauer dazu bewegt parallel zu denken und die plötzlich sichtbaren, fast privaten Momente der Spieler, via das Überwachungsmedium, inhaltlich zu reflektieren.
Später werden die Wände weggefahren wie eine Spielzeugeisenbahn. Die Aktionen in den einzelnen Räumen gehen weiter als wäre nichts geschehen, bis sich der Raum ein weiteres mal schliesst. Die Kamera dreht sich weiter.

Choreographisches Theater von Johann Kresnik, Musik: Christian von Borries
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