aether1.org       Penelope Wehrli

start slideshow

aether1.org Penelope Wehrli Ein Raum für eine Familie in der „Situation Schweiz":
An jeder Seite zwei Auftritte: 60cm hoch nur, eher für Tiere im Zoo geeignet, für Menschen sind sie beschwerlich. Metapher für Lebenszwänge. Auftreten kann man nur kriechend und mit geducktem Kopf. Knechte kommen durch diese Öffnungen. Die Welt in die sie eintreten ist aseptisch. Wirkliche Berührungen gibt es nicht. Weisse Leere, kalter Aluminiumboden. Pharmazeutikindustrie. Eingelassen in die Rückwand, knapp über den Köpfen der Darsteller: 11 Fernsehapparate, alle in einer Reihe. Es läuft das letzte Fussballspiel. Unter jedem Fernseher ist ein Pissoir angebracht. Kopf und Bauch, bez. Geschlecht sind getrennt. Sie pissen und schauen hoch auf den grünen Fussballrasen, um sich von dem abzulenken was sie in der Hand halten: Die Sehnsucht des Körpers. Das Wohnzimmer der Eltern ist hinter Glas und hoch über dem Sohn. Das Sofa auf dem sie sitzen ist ein Krokodil bäuchlings:
Ihr toter Gott. Der Sohn, Fritz Zorn, ist weit entfernt - so weit wie Amerika - und akustisch abgeschirmt.

Nicht Text als Grundlage, sondern Lebenssituationen, für diese sollte ein begehbarer Boden, ein Gedanken-Raum geschaffen werden.

Regie: Johann Kresnik, Musik: Serge Weber
Nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Zorn