aether1.org       Penelope Wehrli

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aether1.org Penelope Wehrli Drei Komponisten haben wir eingeladen, dieses Interface mit ihrer musikalischen Impulssetzung zu verknüpfen und dafür ein Live-Instrumentarium zu wählen. Verschiedene Editionen entstehen an unterschiedlichen Orten.
Für jedes musikalische Setting suchen wir Bewegungsmaterial mit den Tänzern und Spielregeln für die Musiker. Jedes Setting wird im Probenprozess präzisiert und verfeinert, bis es für Tänzer und Musiker ein Instrument ist, das sie gemeinsam spielen können.

In der Performance gibt der Tänzer den ersten Impuls. Er sucht in der Bewegung nach dem Klang, der Vorgang des Hörens bestimmt die Art der Bewegung. Wir zeichnen aber nur minimale Bewegungsdaten auf, die Notation gibt den Musikern ein fragmentiertes Bild der Bewegung. Sie vervollständigen die Notation in ihrer Vorstellung und interpretieren sie, um sie spielen zu können. Jede musikalische Reaktion wendet sich somit als Antwort an den Tänzer. Zu Beginn ist das ein beidseitig tastendes Suchen, ein Spiel mit zeitlichen Lücken.
Aber zunehmend entsteht zwischen Tänzer und Musiker ein lebendiger Dialog über die Schnittstelle der virtuellen musikalischen Architektur und ihrer Interpretation.

Die Bewegung zeichnen wir – neben den Bewegungssensoren am Körper eines Tänzers – zudem mit einer Kamera von aussen auf. Mehrere Einzelbilder dieser Aufnahmen projizieren wir nebeneinander als Abfolge in Echtzeit auf eine Leinwand, die beide Spielflächen trennt. Nach einem Intervall werden sie von aktuelleren Bewegungsbildern überschrieben. Es entsteht damit ein Bild-Taktsystem, das die auditive und die visuelle Wahrnehmung der Besucher im Raum rythmisiert.

Eadweard’s Ear ist eine mehrstündige installative Performance. Musiker und Tänzer agieren auf zwei separaten Spielflächen, optisch und räumlich voneinander getrennt durch die Projektionswand. Die Zuschauer wählen ihre Position im Raum und können diese während der Aufführung wechseln.