aether1.org       Penelope Wehrli

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aether1.org Penelope Wehrli In unregelmässigen Abständen werden Musik und Bilder abrupt unterbrochen: ein Sound-Live-Feed aus dem urbanen Außenraum des Spielortes setzt ein und die Bewegungen der Zuschauer – gesehen aus der Vogelperspektive – werden 1:1 auf eine Wand projiziert. Nach einer Zäsurzeit von zwei Minuten beginnt das Motion-Tracking von Neuem.

camera orfeo ist ein Versuch, neuronale Vorgänge des Erinnerns, die zugleich Vorgänge des Neu-Definierens und des Löschens sind, auf einen Raum zu übertragen.
Der Hör- und Betrachtungsvorgang des Besuchers wird selbst zu einem Vorgang des Erinnerns. Der loopartige Charakter, der sich auch in der musikalischen Struktur der Arie findet, scheint endlos, doch das Material ist begrenzt: Jedes musikalisches Modul kann an einem Abend nur einmal gehört werden. Das Spielwerk ist zu Ende, wenn alle Module mit Einzelstimmen (insgesamt 100 Minuten) aufgebraucht sind. Ein Abend kann zwischen 100 – 360 Minuten dauern. Jede Vorstellung ist ein Unikat.
camera orfeo ist ein poetisches zirkuläres System, ein mikroskopisches Kaleidoskop für Bild, Klang und Bewegung.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Schering Stiftung, des Bundesamts für Kultur, Schweiz. Eine Produktion von peninsula.ink in Kooperation mit der Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.

Uraufführung > 31. Mai 2008, RADIALSYSTEM V. Berlin
6.-8. November, CYNETart Festival_08, Festspielhaus Hellerau, Dresden
Dezember 2009, Schiffbau, Schauspielhaus Zürich
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