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aether1.org Penelope Wehrli

Panorama mit Texten von EMILY DICKINSON

Text- / Bild-Partitur / Regie > Penelope Wehrli; Spiel > Rickie Eden, Sophia New, Paula E. Paul, Julie Randall; Musik > Hans Peter Kuhn; Kostüm > Ellen Hofmann; Dramaturgie > Eva Hartmann

E m i l y on the rocks ist eine Forschungsreise in die Gedichte und Briefe Emily Dickinson’s. Aus einzelnen Textzeilen wurde eine Partitur erarbeitet, die versucht Dickinsons unterschiedlichen Stimmen herauszufiltern und die stroposkopischen Rhythmen ihrer Sprache aufzugreifen, um sie dem Zuhörer als Material für seine
eigenen Assoziationen darzureichen.

"Dann gibt es ein geräuschloses Geräusch im Obstgarten – das ich andere Leute hören lasse" – [Emily Dickinson an W. Higginson, August 1862]
Der Zuschauer betritt einen kubischen Raum und findet sich inmitten von vier Projektionswänden. Auf ihnen sind animierte Textzeilen und vogelperspektivische Aufnahmen von Baustellen und Strassen zu sehen. An einer Seite des Raums – hinter einer Projektionsgaze – sitzen und bewegen sich vier Frauen, die die Text-Partitur in deutsch und englisch sprechen und singen, oder den Text mittels des Alphasystems, eines Körperalphabets von Jo Fabian, in den Raum schreiben. Die Frauen scheinen hermetisch vom Zuschauerraum abgeschlossen, ein eigenes Universum, physisch anwesend, doch wie eine weitere Projektion im Raum zu sein. Eine Kamera überträgt ihre Bewegungen aus der Vogelperspektive live in den Panorama-Raum. Jede ihrer Stimmen ist dort aus einer anderen Richtung zu hören. Die Musik ist überall: Mehrschichtige, dichte, sirrende Alltagsgeräusche.
Die einzelnen Bild- und Klangspuren folgen ihrer eigenen Struktur. Es entsteht eine mehrstimmige, vielschichtig flüchtige Partitur der kalkulierten Unübersichtlichkeit.
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