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aether1.org Penelope Wehrli

Ein Kaleidoskop in drei Loops

Inspiriert von Stanislaw Lem’s Roman „Solaris
Libretto / Raum / Choreographie > Penelope Wehrli; Spiel > Andrea Hovenbitzer und Jo Kappl; Stimme > Barbara Nüsse, Kyra Strattmann, Knut Hirche, Andrzeji Wirth; Musik > Hans Peter Kuhn; Kostüm > Ellen Hofmann; Video > Momme Hinrichs, Torge Möller (fettFilm); Dramaturgie > Eva Hartmann

Im Zentrum der Staatsbank steht ein geschlossenes Universum, ein Panoptikum, das die Zuschauer umgehen und einsehen: Zwei identische, aber spiegelverkehrt gebaute Räume, dazwischen eine schmale verspiegelte Schleuse. Die Wände der Räume sind teilweise einsehbar durch Lamellen, teilweise Projektionsfläche. Die Schleuse ist semitransparent verspiegelt und nur einsehbar, wenn sie von innen beleuchtet wird.
In diesen Räumen bewegen sich zwei Figuren: ein Mann und eine Frau.
Die Zuschauer beobachten ihren Tagesablauf.
Lautsprecher hängen ausserhalb der Installation. Die Gedanken der Spieler kommen vom Band. An den Wänden in den Fluren angrenzend an den grossen Staatsbanksaal sind weitere Lautsprecher angebracht; Texte aus Stanislaw Lem’s Phänomenologie I. und II. sind dort hörbar.
Durch zeitlich programmierte Lichtveränderungen werden Tages- und Nachtabläufe sichtbar, die unabhängig von allem abzulaufen scheinen, wie fremd gesteuert.
Genauso ist die akustische Ebene, die Musik, unabhängig von Text und Spiel, existent wie elektrische Spannung in der Luft.
Spiel, Projektion, Text und Musik sind separat ablaufende, parallele Aspekte der Erzählung. Gesagtes, Gedachtes und Aktion sind nicht immer identisch.
Ein polyphones Kaleidoskop.
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